Gesundheit III – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Panikmache gilt nicht. Aber schon mit wenigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen kann Mensch seine Katze(n) vor den offensichtlichsten Gefahren schützen – sofern er sie selbst kennt. Die folgenden Hinweise sollen dazu verhelfen. Verlassen Sie sich bitte auch nicht darauf, dass Ihre Katze „das noch nie gemacht“ hat. Irgendwann kann überraschenderweise das erste Mal sein – und der Ausgang kann dann auch schon mal tödlich sein.

Kippfenstersyndrom
Die meisten Menschen mit Katzen haben davon gehört oder sind davor gewarnt worden – und dennoch passiert es immer wieder: Das Fenster wird angekippt, die Katze versucht aus irgendwelchen Gründen durch den Spalt zu kriechen, bleibt dort stecken und stirbt in den meisten Fällen, wenn dies nicht sogleich bemerkt wird, einen qualvollen Tod – auch der Tierarzt kann meist nicht mehr helfen. Ich habe einen solchen Fall in der Nachbarschaft erlebt – und das, obwohl das eigentliche Ausgangsfenster der Katze weit offen stand und die Katze das Zimmer mit dem Kippfenster eigentlich nie freiwillig betrat. Wenn Sie Kippfenster und Katze haben, gewöhnen Sie sich an, die Fenster niemals – niemals! NIEMALS!! – anzukippen. Wenn Sie den Luxus nicht missen möchten, sichern Sie unbedingt den Spalt, zum Beispiel so: Kippfensterschutz  http://www.rakuten.de/katzen-kippfensterschutz/karlie-4teiliges-fensterschutzgitter-353012511.html?sclid=p_google&cid=google_base&utm_source=preisvergleich&utm_medium=referral&utm_campaign=googlebase-2010-07

Vorsicht, heiß!
Eigentlich darf die Katze ja ohnehin nicht auf den Herd, aber … Die Gefahr ist vielleicht nicht tödlich, aber zumindest unangenehm. Lassen Sie noch nicht abgekühlte Kochfelder nicht offen stehen; stellen Sie einfach einen Topf mit etwas Wasser darauf.

Tütenkasper
Ein beliebtes Spielzeug für Katzen sind Tüten – katz kann sich herrlich hineinstürzen und damit raschelnd durch die Küche schlittern. Macht einen Heidenspaß – sollte aber nur mit Papiertüten probiert werden, da bei Plastiktüten für Katzen ebenso wie für Kleinkinder Erstickungsgefahr besteht. Lassen Sie also keine Plastiktüten herumliegen, und schneiden Sie von den zum Spielen gedachten Papiertüten vorher die Henkel ab.

Ins Klo gefallen?
Klingt komisch, ist aber so: Besonders Katzenwelpen, die erstens besonders neugierig, zweitens besonders unerfahren und tapsig und drittens besonders klein sind, können in der menschlichen Toilette jämmerlich ertrinken! Achten Sie darauf, den Toilettendeckel stets geschlossen zu halten, auch wenn das Kätzchen eigentlich nicht in den Toilettenraum geht oder gehen darf. Am Tag X passiert es eben doch …

Am seidenen Faden
Kaum eine Katze kann einem über den Boden gezogenen Faden widerstehen, und als Spielzeug ist dagegen auch nichts einzuwenden, solange der Mensch dabei ist. Ist das Spiel beendet, sollten Fäden und Schnüre gut verstaut und erst beim nächsten gemeinsamen Spiel wieder hervorgeholt werden. So bleibt das Spielzeug interessant und die Gefahr gebannt, dass die Katze den Faden unbemerkt verschluckt oder sich darin verstrickt und erdrosselt. Achten Sie auch darauf, keine Handarbeiten mit (Näh-)Nadeln herumliegen zu lassen, die beim eventuellen Verschlucken des Fadens eine zusätzliche Gefahr darstellen würden. Auch das für Geschenke beliebte Kräuselband kann gefährlich werden und sollte katzensicher aufbewahrt werden.

Es grünt so grün
Viele Katzen knabbern gern an Zimmerpflanzen herum, besonders, wenn sie keinen Ausgang haben. Viele Zimmerpflanzen sind jedoch für Katzen giftig, zum Beispiel Alpenveilchen oder Dieffenbachia. Hier finden Sie nähere Informationen: http://katzenfreund.com/giftpflanzen.htm
Übrigens ist auch Teebaumöl giftig, das leider immer noch in einigen Produkten für Katzen enthalten ist; Vorsicht ist insgesamt bei ätherischen Ölen und möglicherweise auch bei Neemöl (Niembaumöl) geboten.

Advent, Advent, die Katze brennt
Auch nicht so lustig, und sollte eigentlich selbstverständlich sein: Katze und Kerze nie unbeaufsichtigt in einem Raum lassen. Besonders gefährlich sind Weihnachtsbäume mit Naturkerzen, da die Bäume an sich schon zum Spielen und Hangeln einladen, und wenn der Baum kippt, brennt womöglich nicht nur die Katze …

(c) Kerstin Braun, Tierheilpraktikerin

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